Sonnenschutz
UPF
= englische Abkürzung für den UV-Schutzfaktor
(deutsch: USF)

Der UV-Schutzfaktor gibt an, wieviel von der schädlichen UV-(B)-Strahlung abgeblockt wird. Beispielsweise lässt ein Kleidungsstück mit UPF30 nur noch ein dreisigstel der Strahlung zur Haut durchdringen. Umgerechnet in Prozent sind das nur noch 3,3%. Das bedeutet, dass immerhin 96,6 % der UV-Strahlung durch solch ein Kleidungsstück abgeblockt werden. Der Standard bei der Klassifizierung der UV- Schutzfaktoren ist übrigens die 1996 definierte australische Norm.

Material
G-1000®

Sehr robustes und bekanntes Gewebe von Fjällräven aus 65% Polyester und 35% Baumwolle. Mittlerweile auch als gewichtsreduzierte, aber noch immer sehr robuste „G-1000® Lite“ Variante auf dem Markt.

Softshell

Softshell bezeichnet die Gruppe von Kleidungsstücken, die sich durch eine angenehm, weiche, geräuscharme Haptik auszeichnet, atmungsaktiv (d.h. dampfdurchlässig) ist und guten Windschutz bietet. Softshells blocken entweder durch eine winddichte Membran oder durch dichte Webart bis zu 99% des Windes ab. Softshells sind nicht wasserdicht, sondern höchstens wasserabweisend.

Hardshell

Unter Hardshell versteht man Produkte, die sowohl wind-, als auch wasserdicht und zugleich atmungsaktiv sind. Diese Eigenschaften werden durch eine Membran erreicht.

Daunen

Die Herkunft der Daunen:
Daunenjacken haben eine sehr lange Tradition und sind auch in der modernen Ausrüstungswelt für Outdooraktivitäten fest etabliert. Mittlerweile wird deutlich mehr Wert auf eine ethisch vertretbare Daunenproduktion gelegt, wobei v.a. der Tierschutz und die artgerechte Haltung im Vordergrund stehen. So fallen laut dem International Down and Feather Laboratory (IDFL) 99% der Daunen für Kleidungsstücke heutzutage als Nebenprodukt der Lebensmittelindustrie an, d.h. sie stammen von bereits geschlachteten Tieren. Nur 1% der weltweit erhältlichen Daunen stammen aus Lebendrupf oder aus dem Sammeln während der Mast natürlich abgeworfener Federn. Sehr wichtig ist auch, dass die Tiere eine möglichst artgerechte Haltung erfahren und optimalerweise keine Zwangsmästung stattfindet. Bei der Weiterverarbeitung ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Daunen ohne Zugabe von Lösungsmitteln gereinigt werden, um eine Belastung der Umwelt möglichst auszuschließen.

Qualität der Daunenmischung
Auch Daunen gibt es in unterschiedlicher Qualität. Eines der Hauptkriterien dabei ist das Mischungsverhältnis von Daunen und Federn. Je niedriger der Federanteil, umso hochwertiger die Mischung, und umso höher die Isolationsleistung. Für gut isolierende Outdoorkleidung sollte man mindestens eine Mischungen von 80% Daune zu 20% Federn nutzen. Besser und wärmer sind die sehr gut isolierenden Mischungen von 90% Daune zu 10% Federn oder sogar von 93% Daune zu 7% Federn. Absolute Spitzenprodukte für extrem anspruchsvolle Alpinexpeditionen verwenden sogar Mischungen von 94% Daune zu 6% Federn. Eine solch geringe Menge Federn ist mindestens notwendig, um die Stabilität der Daunenfüllung zu gewährleisten.

Daunenjacken und Rucksack:
Es sollte klar sein, dass Kompression der Isolationsleistung von Daunen schadet. Daher ist es auch nicht ganz unproblematisch, einen schweren Trekkingrucksack mit einer Daunenjacke zu kombinieren. Bei einem normal beladenen Tagesrucksack tritt der Effekt der Kompression und Isolationsminderung in weit geringerem Maß auf. Dennoch sollte man sich vor dem Kauf einer wärmenden Jacke überlegen, wozu man sie einsetzen wird und wie schwer der Rucksack in der Regel ist. Wer dennoch auch bei schweren Lasten unbedingt Daune nutzen will, kann auch nach speziell ausgestatteten Highend-Daunenprodukten aus dem Expeditionsbereich Ausschau halten, die dann in den besonders belasteten Zonen zum Teil mit Kunstfaserfüllungen kombiniert sind. Für den normalen Wanderer ist das allerdings nicht notwendig und wohl auch zu teuer.

Daunen
Bauschkraft („fillpower“)

Bauschkraft („fillpower“) und Füllmenge
Neben der Mischung ist für die Wärmeleistung auch noch die sogenannte Bauschkraft oder der „fillpower“ wichtig. Üblicherweise wird der fillpower nach der US Methode ermittelt und in cubic inches angegeben. Der Wert beschreibt, um welchen Rauminhalt sich eine in einem Zylinder komprimierte, vorgegebene Menge Daunen (US Methode: 28 g) innerhalb von 24 Stunden ausdehnt. Beim Vergleich der Bauschkraft Werte ist es sehr wichtig auf die Messmethode zu achten, denn sonst können Werte falsch interpretiert werden. Ab einer Bauschkraft von 650+ (US-Methode) erzielt man bereits gute Isolationsleistung. Spitzenmischungen erreichen eine Bauschkraft von 800+ (US Methode). Bei Messungen nach der EU Methode wird der sogenannte „Lorch Zylinder“ genutzt. In der Regel kommn nach der EU-MEthode etwa um 10% niedrigere Werte heraus, als mit der US-Methode. Demnach entspricht der nach EU-Methode mit 675+ ermittelte fillpower Wert der Mountain  Equipment Jacke umgerechnet etwa einem fillpower von 720+ nach der US-Methode. Die Bauschkraft ist übrigens komplett unabhängig von der absoluten Füllmenge, die angibt wieviel Gramm Daunen tatsächlich in einem Kleidungsstück verarbeitet sind.

PrimaLoft®

Auch bei den Synthetikfüllungen gibt es Unterschiede, v.a. in der Isolationskraft. Alleine PrimaLoft® bietet mehrere verschiedene Fasern an (z.B. PrimaLoft® One, PrimaLoft® Sport, PrimaLoft® Eco). Daher sollte man je nach Einsatzzweck auch bei Synthetikfüllungen die Materialstärke vergleichen. Übrigens gibt es mit PrimaLoft® Eco auch eine Synthetikfüllung, die zu 50% aus recyceltem Material (z.B. PET Flaschen) besteht und damit die Ressourcen schont und die Umwelt entlastet.

2-Lagen, 2.5 Lagen, 3-Lagen

Die Membran (oder Beschichtung), die eine Hardshell wasserdicht und atmungsaktiv macht, ist nicht sichtbar. Sie wird in einem sogenannten Laminat verarbeitet. Hier unterscheidet man generell 3 Anordnungen:

2 Lagen: hier ist die Membran mit dem Außenmaterial laminiert. Auf der Jackeninnenseite haben 2-Lagen Produkte in der Regel ein loses, oft netzartiges Innenfutter.

2.5 Lagen: Bei diesen Produkten wird das Laminat aus Außenstoff und Membran auf der Innenseite durch eine dritte Lage komplettiert. Allerdings ist diese dritte Lage nicht komplett abdeckend, sondern wird nur punktuell aufgetragen. Dennoch wird die Strapazierfähigkeit dadurch erhöht. 2.5 Lagen Jacken haben kein loses Futter, was Gewicht spart.
3-Lagen: Sie sind die robustesten Produkte, bei denen Oberstoff, Membarn und Futterstoff zu einem dreilagigen Laminat verarbeitet sind. Ein loses Innenfutter gibt es nicht.

Membranen
PTFE und ePTFE

Viele mikroporöse Membranen in Hardshells basieren auf PTFE.
PTFE steht für „Polytetrafluorethylen“, eine chemische Verbindung von Fluorpolymeren, die auch als „Teflon“ bekannt ist. ePTFE ist eine Spezialform („extrahiertes PTFE). Beides kommt in vielen Membranen (z.B. Gore®, eVent) in Outdoorkleidung zum Einsatz. Problematisch ist PTFE nicht nur in der Herstellung (hochgiftiges Fluor), sondern v.a. auch in der Entsorgung. In der Natur (und auf der Deponie) wird PTFE nicht abgebaut, bei der Verbrennung werden sehr giftige Dämpfe frei. Es gibt zwar Recyclingverfahren für hochwertige PTFE Kleidung, allerdings ist noch kein flächendeckendes Rücknahmesystem für solche Membrankleidung eingeführt. Einige Outdoorhersteller haben sich allerdings mittlerweile im „Eco Circle“ zusammen geschlossen, um Recycling von Outdoorkleidung (mit und ohne Membran) verstärkt zu forcieren.
Alternativen zu PTFE Membrane sind z.B. solche aus Polyurethan (PU) oder sogenannte „hydrophile“ Membranen (z.B. Sympatex), die auch ohne PTFE auskommen.

Wassersäule

Die Angabe zur Wassersäule hat mit der Atmungsaktivität nichts zu tun, sondern beschreibt die Wasserdichtigkeit eines Produktes. Der Wert gibt an, wie groß der Wasserdruck auf einer Fläche sein muss (angegeben in der Höhe einer Wassersäule, meist in der Einheit „mm“), bis Wasser durch den Stoff dringen kann. Die Bestimmung dieser Werte wird in der Regel in statischen Versuchen ermittelt, weswegen der DIN Wert (1300 mm) deutlich zu niedrig angesetzt ist. Für eine wasserdichte Outdoorjacke (oder Hose) sollte man darauf achten, dass mindestens eine Wassersäule von 10.000 mm gegeben ist. Erst ab diesem Wert ist gewährleistet, dass der Stoff auch über einem angespannten Knie oder Ellenbogen wasserdicht ist. Alle Werte über 10.000 mm bringen keine Verbesserung, denn entweder ist ein Stoff dicht oder nicht.

RET-Wert

Der RET Wert (= resistance evaporation transmission) bezieht sich tatsächlich auf die Atmungsaktivität eines
Materials. Der Wert gibt den Widerstand an, den die Wasserdampfmoleküle beim Durchdringen des Stoffs überwinden müssen. Je kleiner der Wert ist, umso problemloser kann ein Wasserdampfmolekül durch die Membran dringen. Als Faustregel kann man sich hier merken, dass alle Werte unter 6 für gute Atmungsaktivität stehen. Spitzenwerte liegen etwa bei einem RET Wert von 3.

MVTR-Wert

Oft wird anstelle des RET Wertes der MVTR-Wert (= moisture vapour transmisson rate) angegeben. Auch dieser ist ein Maß für die Atmungsaktivität einer Membran. Er gibt an, wie viel Wasserdampf (in Gramm) pro Zeiteinheit (meist 24 Stunden) durch das Material (Flächenangabe in Quadratmetern) dringt. Hier gilt: je höher der Wert umso besser. Bereits ab 10.000 g/m2/24h gilt die Atmungsaktivität als gut. Allerdings erreichen sehr gute Produkte hier Spitzenwerte von über 30.000 g/m2/24h

DMPC Wert

DMPC steht für „dynamic moisture permetaion cell“. Auch diese Versuchsanordnung ermittelt die Dampfdurchlässigkeit eines Material und zwar in Volumen / Fläche / Zeit (also z.B. l/m2/Sekunde). Im Gegensatz zur statischen Anordnung beim Messen des MVTR Wertes, werden beim DMPC aktive Einflüsse durch Bewegung oder Wind mit berücksichtigt.

Imprägnierung
DWR
„durabel water resistant“

Eine Behandlung des Außenmaterials zur verbesserten Wasserabstoßung. DWR Behandlung basiert in aller Regel auf den mittlerweile unter verschärfter Beobachtung stehenden PFOAs (polyfluorierte Kohlenwasserstoffe, die eventuell krebserregend sind und Umweltschädigungen bewirken können).

Kapuze

Absolut essentiell ist die Passform der Kapuze. Sie muss bei Drehung des Kopfes die Bewegung mitmachen. Daher unbedingt auf mindestens 2, besser sogar 3 Einstellmöglichkeiten achten und die Kapuze vor dem Kauf individuell anpassen und ausprobieren.

Unterarm-Zipps

Sie unterstützen die Luftzirkulation und den Feuchtetransfer. Hierbei unbedingt darauf achten, dass man sie einhändig bedienen kann, während man die Jacke an hat und eventuell auch einen Rucksack trägt.

Doppellagige Socken

Zwischen Fuß, Wandersocke und Wanderschuh entsteht immer Reibung. Das schwächste Glied in dieser Kette ist die Haut, v.a. wenn sie durch Schwitzen aufgeweicht ist. Daher ist es absolut essentiell, dass eine
Wandersocke gut passt und keine Falten bildet. Im Zweifelsfall soll man eine Socke lieber kleiner als größer kaufen.
Die Technik der Doppellagen packt das Reibungsproblem gleich an der Wurzel: hier wird die Reibung zum allergrößten Teil
zwischen den beiden Sockenlagen abgebaut, der Fuß bekommt nur noch einen minimalen Anteil der Reibung ab.
Die Kombination: Socke-Wanderschuh
Nicht jede Socke funktioniert in jedem Schuh gleich gut. Es dauert daher meist etwas, bis man das jeweilige persönliche „dreamteam“ aus Socke und Wanderschuh findet.

Sohlen
Grip

Ein Wanderschuh darf selbst auf feuchtem Grund nicht unkontrolliert ins Rutschen kommen. Um diese Bedingung zu erfüllen muss die Außensohle zum einen aus einer geeigneten nicht zu harten und nicht zu weichen Gummimischung bestehen und zum anderen eine gute Profilierung aufweisen. Diese sollte wenn möglich selbstreinigend sein, denn eine verstopfte Profilsohle hat nur eine reduzierte Haftung.

Tipp: Testen Sie beim Kauf die neuen Wanderschuhe am besten ausgiebig auf einer „Wanderschuhteststrecke“ bei der unterschiedliche Untergründe (auch mit Neigungen) begangen werden können. Gute Fachgeschäfte haben solche Teststrecken.

Schuhe
Abrollverhalten

Ein Wanderschuh muss perfekt abrollen, um den Wanderer nicht zu sehr zu ermüden. Damit eine Sohle die natürliche Abrollbewegung unterstützt, müssen die Profilelemente der Ganglinie angepasst sein. Auch das Abrollverhalten lässt sich auf einer Teststrecke gut prüfen.

Satelliten

Mittlerweile sind die GPS Satelliten nicht mehr allein am Himmel. Einige Outdoor-Geräte sind auch in der Lage zusätzlich zum GPS Signal das der russischen GLOSNASS Satelliten oder die WAAS/EGNOS Technik zu nutzen. Damit wird die Qualität der Positionsbestimmung besser, da die Satelliten unterschiedliche Abdeckungen haben. So ist der Empfang der GLOSNASS Satelliten für alle wichtig, die im hohen Norden unterwegs sind, da dieser Bereich von den GPS Satelliten nicht so gut abgedeckt wird.

Vektorkarten - Rasterkarten

Rasterkarten ähneln im Erscheinungsbild oft den klassischen topographischen Landesamtkarten, die digital auch in diese Gruppe gehören. Vergrößert man in Rasterkarten einen Bereich, so wird die Breite der dargestellten Objekte immer größer. Bei sehr starken Vergrößerungen sind dann z.B. Straßen sehr breit.
Bei der Verktorkarte verändern sich die Breiten z.B. von Straßen nicht mit dem Zoomfaktor. Außerdem werden zusätzliche Details dargestellt, je höher der Zoomfaktor ist. Auch weiterführende Informationen sind dann abrufbar.

Höhenprofil

Als Höhenprofil bezeichnet man ein Diagramm, das die Höhe in Abhängigkeit der Distanz aufzeigt.